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27 Aug. 2025

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Kontroverse um Oppenheimer-Gedenktafel

 

Anti-Atom-Initiative Göttingen fordert zusätzliche Informationstafel über den „Vater der Atombombe“

Von Michael Schäfer

Göttinger Tageblatt 23.08.2025, 00:00 Uhr

 

Göttingen.

Vor 80 Jahren trafen US-amerikanische Atombomben die japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki. Anlässlich des Gedenkens hat die Anti-Atom-Initiative Göttingen nun ihre Forderung an die Stadt Göttingen erneuert, die Gedenktafel Am Geismartor 4 für Robert Oppenheimer, den „Vater der Atombombe“, durch eine Zusatztafel zu relativieren.

„Am diesjährigen 80. Jahrestag appellieren wir erneut an die Stadt Göttingen, das seit Jahren versprochene Gesamtkonzept zum Umgang mit Erinnerungskultur endlich umzusetzen und sich für diese Zusatztafel zu entscheiden“, sagt Martin Melchert von der Initiative.

 

Umstrittener Physiker Oppenheimer lernte in Göttingen

Oppenheimer war im Oktober 1926 nach Göttingen gekommen, um Doktorand bei Max Born im Fach Theoretische Physik zu werden. Am 11. Mai 1927 legte er sein Rigorosum ab und wurde zwei Wochen später promoviert, wie Akten im Göttinger Universitätsarchiv belegen. Kurz darauf verließ er Göttingen.

Die Göttinger Gedenktafel für Oppenheimer wurde am 16. April 2018 enthüllt. Mit dem Transparent „Nie wieder Krieg“ hatte die Anti-Atom-Initiative Göttingen damals demonstriert und die Tafel mit dem Satz überklebt „Hunderttausende Tote bedanken sich für Ihre Atomforschung“.

Der Versuch der Stadt Göttingen, die Überklebung mit einem Bußgeld zu ahnden, endete mit einem Freispruch für die Initiative, die zunächst gefordert hatte, die Tafel wieder abzuhängen. 2020 regte sie stattdessen an, eine zusätzliche Informationstafel anzubringen. Robert Oppenheimer habe „als Leiter des Manhattan-Projekts und Berater des damaligen US-Kriegsministers“ den Atom-Angriff auf die japanische Zivilbevölkerung 1945 „maßgeblich mitzuverantworten“, sagt Ute Simmerling von der Anti-Atom-Initiative.

Im Zusammenhang damit verweist die Initiative zum einen auf die am 16. Mai 2025 vom Rat der Stadt Göttingen beschlossene Neufassung der Richtlinien für die Anbringung von Gedenktafeln in Göttingen. Darin heißt es unter anderem, keine Gedenktafeln würden bewilligt für Personen, „die gegen die Grundsätze der Menschlichkeit verstoßen“. Zum anderen sei Voraussetzung für eine Gedenktafel, dass sich die betreffende Person „mindestens ein Jahr in Göttingen aufgehalten“ habe. Oppenheimers Aufenthalt habe dagegen nur neun Monate gedauert.

Eine Gutachterkommission hatte 2016 über die Anbringung der Oppenheimer-Gedenktafel diskutiert. Sie kam zu einem positiven Votum mit der Begründung: „Die Beschäftigung mit seiner Biografie, seiner wissenschaftlichen Bedeutung, seiner Konsequenz und Haltung angesichts des Atombombenabwurfs und der Wasserstoffbombenentwicklung führt zu einem differenzierten Verständnis des Zusammenhangs von Wissenschaft und Gesellschaft und der Verantwortung des Wissenschaftlers. Und, nicht zuletzt, wird dabei erneut die Weltgeltung der Göttinger Universität in den Naturwissenschaften der Zwanziger- und frühen Dreißigerjahre des 20. Jahrhunderts sichtbar.“

 

Oppenheimer-Kontroverse in Theaterstücken thematisiert

Vor allem Oppenheimers Haltung zum Atombombenabwurf ist in der späteren Diskussion kontrovers beurteilt worden. Inwieweit er tatsächlich nach dem Abwurf der ersten Bombe am 6. August 1945 auf Hiroshima und einer zweiten am 9. August 1945 auf Nagasaki endgültig zu einem erklärten Gegner der Nuklearwaffen geworden ist, wird in Zweifel gezogen. Das ist unter anderem Thema in Friedrich Dürrenmatts Theaterstück „Die Physiker“ (1961), in dem die Figur des Physikers Möbius deutliche Züge von Oppenheimer trägt, und in Heinar Kipphardts 1964 uraufgeführtem Fernseh- und Theaterstück „In der Sache J. Robert Oppenheimer“.

1 Aug. 2025

6. und 9. August

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Liebe Atomkaftgegner*innen,
anlässlich der Jahrestage der Atombomben-Abwürfe auf Hiroshima
und Nagasaki lädt die Anti-Atom-Initiative Göttingen zu zwei Stadtrundgängen ein.
Diese finden am 6. und am 9. August 2025 statt, Treffpunkt ist jeweils
um 17 Uhr auf dem Hiroshimaplatz am Neuen Rathaus.
Der Rundgang am 6. August startet im Anschluss an die Hiroshima-
Gedenkveranstaltung der Stadt Göttingen (ab 16:30 Uhr auf dem Hiroshimaplatz).
Vor Beginn des Rundgangs wird an diesem Tag der Entwurf einer
Informationstafel für das Wohnhaus von Robert Oppenheimer vorgestellt
und installiert. Vor einhundert Jahren war Göttingen das Mekka der modernen
Physik. Hier begegneten sich die späteren Köpfe der internationalen
Atombombenforschung. Der anderthalbstündige Spaziergang folgt den
Spuren von Robert Oppenheimer, Werner Heisenberg, John von Neumann,
Adolf Thiessen und anderen.
Die Teilnahme ist kostenlos.

Wir freuen uns auf Euch!
Herzliche Grüße
Eure Anti-Atom-Initiative Göttingen

27 Apr. 2025

Gedenken am Ginko-Baum 26.4.2025

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22 Apr. 2025

Tschernobyl Gedenktag 26.4.2025

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Liebe Atomkraft-Gegner:innen,
 
am 26. April jährt sich die Atomkatastrophe von Tschernobyl zum 39. Mal.
Wir möchten uns aus diesem Anlass auch in diesem Jahr zu einer Gedenkstunde am Ginkgo-Baum im Cheltenhampark treffen.
 
Wir laden Euch alle herzlich ein für Samstag, den 26. April 2025, um 17 Uhr.
 
Falls es regnet, treffen wir uns um 17 Uhr im Saal der Roten Hilfe, Lange-Geismar-Straße 3 in Göttingen.
 
Wir freuen uns, wenn Ihr kommt.
 
Herzliche Grüße
Eure Anti-Atom-Initiative Göttingen

2 Apr. 2025

Protest-Kundgebung 1.4.2025

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Anlässlich des Castor-Transportes am Göttinger Bahnhof

28 März 2025

Pressemitteilung der Anti-Atom-Initiative Göttingen

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Anlässlich des Castortransports mit hochradioaktivem Atom-Müll wird die Anti-Atom-Initiative Göttingen (AAI) am Dienstag, 1. April um 17 Uhr am Bahnhofsvorplatz eine Mahnwache veranstalten.

 

Vermutlich in der 14. Kalenderwoche (31.3. – 6.4.) wird wieder ein Castortransport über Deutschlands Schienen und Strassen rollen. Es wird der erste Transport nach Niederbayern sein. Die Strecke geht von Nordenham in das Zwischenlager Isar im Kreis Landshut. Göttingen liegt an dieser Bahnstrecke.

 

Der Transport kommt aus der Wiederaufbereitungsanlage Sellafield in England per Schiff in den Hafen von Nordenham. Zur Zeit liegt das für Atommüll konzipierte Spezialschiff im Hafen von Barrow-in-Furness und wird mit den Castoren beladen.
„Das Spezialschiff, die Pacific Grebe, hat bereits ihr Positionssignal (AIS) abgestellt, was die Ortung verhindert und der Geheimhaltung des hochgefährlichen Transportes dient „, erläutert eine Sprecherin der AAI Göttingen. „Wir gehen davon aus, dass das Schiff, wie 2020, ca 5 1/2 Tage benötigen wird um Nordenham zu erreichen. Deutschland hat sich verpflichtet seinen Atommüll zurückzunehmen“ so die Sprecherin weiter.

 

Mit einer Mahnwache wird die AAI Göttingen anlässlich dieses Transportes auf die Gefahren aufmerksam machen, denn die maroden Schienennetze und Strassen verbieten es, die Bevölkerung diesen Gefahren auszusetzen. Ein immenses Polizeiaufgebot entlang der Strecke soll den Transport sichern.

In ganz Deutschland gibt es anlässlich dieses Transportes an der Strecke begleitende Mahnwachen. Beginn ist am 30.März in Nordenham und Bremen.

 

In Göttingen wird es ab Dienstag, 1.4., 17 Uhr Mahnwachen am Bahnhof geben.

Für aktuelle Informationen: hier klicken

7 März 2025

Fukushima Jahrestag 11.3.2025

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Liebe Atomkraftgegner*innen,
Fukushima mahnt, die Opfer der Atomkraft nicht zu vergessen.
Am 11. März jährt sich der Beginn der Atomkatastrophe in Fukushima zum 14. Mal. Eine große Region ist seitdem verstrahlt und unbewohnbar. Noch immer erkranken und sterben Menschen an den Folgen der freigesetzten Strahlung. Kontaminiertes Wasser wird in den Pazifik abgeleitet, Plastiksäcke mit verstrahlter Erde liegen in unzulässiger Weise gestapelt in der Landschaft. Am kommenden Dienstag, 11. März 2025, möchten wir den Opfern des Super-GAUs in Fukushima gedenken und laden Euch dazu herzlich ein:
Um 16:00 Uhr beginnen wir am Fukushima-Gedenkstein auf dem Hiroshimaplatz am Neuen Rathaus in Göttingen u.a. mit Informationen zur aktuellen Situation in Japan und einem Gedenken an die Opfer der Atomkatastrophe und ihrer Folgen. Nach diesem Auftakt gehen wir gemeinsam in die Innenstadt und halten am Gänseliesel eine Kundgebung ab, in der wir auch über die aktuellen Atom-Themen und Diskussionen informieren werden.

Kommt zahlreich, leitet diese Einladung gern in Euren Netzwerken weiter, wir freuen uns auf Euch!
Eure Anti-Atom-Initiative Göttingen

12 Juli 2024

Nachbilder von Überlebenden

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Ausstellungseröffnung zum Gedenken an die Opfer des Atombombenabwurfs auf Hiroshima und Nagasaki

Am 6. August 1945 fiel die erste Atombombe auf die Stadt Hiroshima – drei Tage später auf Nagasaki.
Die verheerende Explosions- und Hitzewelle tötete über 100.000 Menschen, vor allem Zivilisten, sofort. Bis Ende 1945 starben weitere 130.000 Menschen, und noch heute sterben Nachkommen an den Spätfolgen der Strahlenkrankheit. Für dieses Kriegsverbrechen wurden die USA nie zur Rechenschaft gezogen.
Über das unermessliche Leid der Opfer verhängte man damals Schweigen, und es gab eine strenge Zensur der Berichterstattung. US-Wissenschaftler:innen kamen nach Japan, nicht etwa um zu helfen, sondern um die Strahlenkrankheit zu erforschen – den Opfern konnte damals niemand helfen.
Die Überlebenden aber schwiegen nicht. Es entstanden u.a. Bilder, gestaltet von den Menschen, die das Inferno erlebten. Sie haben versucht, in Zeichnungen das Unfassbare darzustellen. Diese Bilder sind erschütternd und muten den Betrachtenden einiges zu.
Die Ausstellung – organisiert von der Anti-Atom-Initiative Göttingen in Kooperation mit der IPPNW und dem Göttinger Friedensforum – wird nur wenige Tage zu sehen sein.

Die Eröffnung findet am 6.8.24 um 15 Uhr im Foyer des Neuen Rathauses statt, gefolgt von einer Kundgebung vor dem Neuen Rathaus um 15:30 Uhr und von einem kritischen Stadtrundgang zu den „Vätern der Atombombe“ um etwa 16:30 Uhr.

Am Vorabend (Montag, 5.8.24,19:30 Uhr) gibt es ein Konzert mit dem Liedermacher Gerd Schinkel mit Friedens- und Anti-Atom-Liedern im Kleinen Ratskeller in der Jüdenstraße bei freiem Eintritt.

Die Veranstaltung ist eine Kooperation von
Anti-Atom-Initiative Göttingen mit dem IPPNW und dem Göttinger Friedensforum

 

 

 

8 März 2024

11. März vor 13 Jahren

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Liebe Atomkraftgegner*innen,

am 11. März vor 13 Jahren begann die Atomkatastrophe in Fukushima/Japan. Eine große Region ist seitdem verstrahlt und unbewohnbar. Noch immer erkranken und sterben Menschen an den Folgen der freigesetzten Strahlung. Kontaminiertes Wasser wird in das Meer abgeleitet, Plastiksäcke mit verstrahlter Erde liegen in unzulässiger Weise gestapelt in der Landschaft.

In einer Kundgebung werden wir dieser Katastrophe und ihrer Folgen für die betroffenen Menschen gedenken und auch über die aktuelle Situation informieren.

Am kommenden Montag, 11. März 2024, wird Frau Oberbürgermeisterin Broistedt um 14.30 Uhr am Fukushima – Gedenkstein auf dem Hiroshimaplatz am Neuen Rathaus in Göttingen ein Gesteck niederlegen und ein Grußwort sprechen.
Die Kundgebung der Anti-Atom-Initiative beginnt am gleichen Tag um 16.00 Uhr am Nabel in der Weender Straße in Göttingen.

Wir laden Euch herzlich dazu ein. Kommt zahlreich, wir freuen uns auf Euch!
Eure Anti-Atom-Initiative Göttingen

16 Jan. 2024

Demo in Lingen am kommenden Samstag

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Hier klicken https://atomstadt-lingen.de/2024/01/03/aufruf-zur-kundgebung-gegen-den-ausbau-der-brennelementfabrik-lingen/ zu der Demo in Lingen.

 

Hier klicken zur Sammeleinwendung gegen die Ausbaupläne der Brennelementefabrik / Zusammenarbeit von Framatom und Rosatom.
Die Sammeleinwendung muss ausgedruckt, unterschrieben und dann per Post zurückgeschickt werden.